Die Geschichte Norwegens

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Die Geschichte von Norwegen kompakt

8000 – 4000 v. Chr.
Die ersten Menschen besiedeln Norwegen in der Finnmark sowie an der West und Südküste.
1800 – 500 v. Chr.
Bronzezeit – im Norwegen eher Jagdkultur, während im Süden bäuerliches zunehmend für die Ernährung sorgt.
500 v. Chr. – 500 n. Chr.
Eisenzeit
793
Wikinger ziehen nach Lindisfarne
800 – 1000
Die Wikingerzüge beginnen auf der Suche nach Wohlstand und einem besseren Leben. Die Wikinger erobern und koloniseren dabei Nordengland, Schottland, Isle of Man, Shetlandinseln, Orkneyinseln, Färörinseln, Island, Grönland und auch Gebiete der Normandie. In Frankreich herscht Angst vor den „grausamen“ Nordmännern, die bis nach Paris vordringen. Lange vor Kolumbus erreichten die Wikinger auch das heutige Amerika.
860 – 930
Harald Schönhaar beendet den ständigen Streit der letzten Kleinkönige und vereinigt das Land zu einem Königreich.
995 – 1000
König Olav I.Tryggvason gründet Trondheim und wurde der erste wirklich christliche König.
1015 – 1030
Olav II.Haraldsson, genannt „der Dicke“ vereint das Land, welches durch Kriege zwischen Kleinkönigen wieder zerfallen war und treibt die Christianisierung voran. Nach seinem Tod wurde er heiliggesprochen und ist bis heute als Olav der Heilige bekannt.
1066
Der letzte Wikingerkönig Harald Hårdråde wird in der Schlacht von Stamford Bridge getötet als er England erobern will. Damit enden auch die Wikingerzüge.
1100 – 1200
Ein turbulentes Jahrhundert für Norwegen und gleichzeitig Glanzzeit der Stabkirchen. Im Jahre 1184 wird der uneheliche Sohn von König Sigurd, Sverre, nach einem Bürgerkrieg als einziger König anerkannt und greift damit hart durch: die Monarchie gewinnt an Einfluss, er schafft einen neuen Adel und das Regierungssystem wandelt sich von einem dezentralen vom Adel gesteuertem System zu einer zentralen von einem König gesteuerten Monarchie.
1250
Lübecker Kaufleute der Hanse bauen den Handel im skandinavischen Raum raus.
1349/1350
Durch die Pest werden mehr als 50% der Bevölkerung getötet.
1380
Durch geschickte Heiraten wird Norwegen mit Schweden und Dänemark verbunden. Gleichzeitig fällt Norwegen für viele Jahre unter dänische Herrschaft.
1397
Die Kalmarer Union ist ein Zusammenschluss von Norwegen, Dänemark und Schweden, Norwegen wird dänische Provinz.
1536
Durch die Reformation wird Norwegen lutherisch.
ca.1550
Der Verfall der Hanse beginnt, damit schwindet auch der Einfluss von Deutschland.
1588 – 1648
Christian IV. ist König von Norwegen-Dänemark und gründet Christiania (heute besser bekannt als Oslo).
1814
Im Kieler Frieden verzichtet Dänemark von nun an auf Norwegen. Am 17. Mai 1814 wurde die heute noch gültige Verfassung von Eidsvoll erlassen.
1905
Norwegen wird unabhängiges Königreich und der Dänenprinz Carl als Håkon VII. norwegischer König.
1900 – 1910
Zahlreiche Norweger kehren ihrer Heimat den Rücken, mit der Hoffnung auf ein besseres Leben in der USA.
1911
Roald Engelbregt Gravning Amundsen erreicht den Südpol.
1914 – 1918
Erster Weltkrieg: Norwegen, Dänemark und Schweden bleiben neutral.
1940
Zweiter Weltkrieg: Am 9 April greift Deutschland Norwegen und besetzt es neun Monate später. Das Königshaus und die Regierung fliehen nach England ins Exil.
1941 – 1945
Mehr als 50.000 Norweger verbünden sich in der Widerstandsbewegung „Hjemmefronten“ im Kampf gegen Deutschland.
1945
Ende des zweiten Weltkries und damit auch der Besetzung von Norwegen. Norwegen tritt der UNO bei.
1949
Norwegen wird Mitglied der NATO und beendet damit seine Neutralität.
1960
Norwegen wird Mitglied bei der Europäische Freihandelsassoziation ( EFTA).
1969
Beginn des Wohlstandes in Norwegen durch das Erdöl in der Nordsee.
1972
Norwegen gibt per Volksabstimmung eine klare Absage gegen die EG-Mitgliedschaft.
1994
Erneuter Volksentscheid über den Beitritt zur EU. Wieder lehnen die Norweger mit einer deutlichen Mehrheit ab.
2005
100 Jahre Unabhängigkeit von Norwegen.
2011
Am 22.07.2011 kommen bei einem Amoklauf in Oslo und in einem Feriencamp auf der Insel Utøya durch Anders Behring Breivik 77 Menschen ums Leben. Nach dem Zünden der Bomben in Oslo betrat der Rechtsextremist Breivik am frühen Abend, verkleidet als Polizist, die Insel unter dem Vorwand, die Campteilnehmer über das Bombenattentat in Oslo aufzuklären und zu beschützen. Daraufhin schoss er wahllos auf die Jugendlichen, bis er 1 1/2h später ohne Widerstand von der Polizei festgenommen wurde. Das Unglück löste weltweit Bestürzung aus.
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