Hammerfest: eine Reise in die nördlichste Stadt der Welt

In der Region Finnmark gelegen, gehört Hammerfest zu den nördlichsten Städten der Welt und befindet sich auf einer Höhe mit Grönland. Bereits 1789 erhielt Hammerfest die Stadtrechte und wenn auch von der alten Pracht des Stadtbildes, aufgrund historischer Ereignisse, nicht mehr viel zu erkennen ist, besitzt das 7000 Seelen Örtchen einen außergewöhnlichen historischen und naturalistischen Charme.

Die auf der Insel Kvaløy gelegene Stadt wurde 1809 durch die Engländer geplündert, 1890 durch einen Brand völlig zerstört und im Jahre 1944 von den Truppen der deutschen Wehrmacht bei ihrem Rückzug in Schutt und Asche gelegt. Hammerfest war aber auch eine der ersten Städte, die bereits 1890 eine elektrische Straßenbeleuchtung erhielt, vermutlich weil hier die Mitternachtssonne von Mitte Mai bis Ende Juli scheint und von November bis Ende Januar überhaupt nicht zu sehen ist.

Hammerfest-in-Nordnorwegen-2

Hammerfest-in-Nordnorwegen-1

Viele Sehenswürdigkeiten erinnern an die Geschichte und den Wiederaufbau dieser historisch interessanten Stadt. So der Meridianstøtten, eine Granitsäule mit der bronzenen Erdkugel, welche an die 1816-1852 vorgenommene Vermessung von Größe und Form der Erde erinnert, an der Norweger, Russen und Schweden beteiligt waren. Oder die Hammerfest Kirke, errichtet im Jahre 1961 von deutschen Freiwilligen als Sühnegabe für die Zerstörung von 1944.

Beeindruckend ist auch die Architektur des 2008 eröffneten Arktischen Kulturzentrums mitten im Stadtzentrum. Sehenswert sind außerdem das Sami-Lager Mittelgammen und der königliche Eisbärenklub mit einer Ausstellung über Hammerfests Geschichte.

Fotos: Fwiffo / flickr.com (CC BY-SA 2.0) [1,2]

Schlagworte: , , ,